Die Landeselternvertretung Thüringen unterstreicht erneut die Forderung nach verstärktem, weitreichendem und wirksamem Kinderschutz in den Thüringer Schulen. Insbesondere in Schulen und deren Umfeld ist Missbrauch von Kindern Zeichen eines massiven Versagens von Strukturen, die Kinder eigentlich schützen sollen. Umso dringlicher ist es, den Schutz von Kindern konsequent in den Mittelpunkt allen Handelns zu stellen.
Wiederholt wird deutlich: Hinweise werden zu spät erkannt, nicht ernst genommen oder nicht konsequent verfolgt. Das ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Kinderschutz darf nicht vom Zufall abhängen, nicht vom Mut einzelner Betroffener und nicht von institutionellen Abwägungen. Er muss verbindlich, wirksam und überprüfbar sein.
Die Landeselternvertretung Thüringen fordert daher unmissverständlich:
- verpflichtende, regelmäßige Fort- und Weiterbildungen zum Kinderschutz für alle pädagogischen Fachkräfte,
- verbindliche, wirksame und regelmäßig überprüfte Kinderschutzkonzepte an allen Schulen,
- klare Meldepflichten und sofortiges Eingreifen bei jedem Verdacht – ohne Abwarten, ohne Relativieren, ohne Schutz der Institution.
Darüber hinaus müssen Kinder befähigt werden, Grenzverletzungen zu erkennen und Hilfe zu suchen. Erwachsene tragen die Verantwortung, hinzusehen, zuzuhören und zu handeln. Wer wegschaut, macht sich mitschuldig!
Schulen müssen sichere Orte sein. Kinderschutz ist nicht optional.
