Regionalkonferenz der Thüringer Landeselternvertretung am 14.3.2026 – etwa 50 Personen waren der Einladung nach Jena gefolgt.
»Interessante Themengestaltung, Vorträge und lebhafte Diskussionen sorgten für einen höchst informativen Samstag«, so der Kommentar aus Teilnehmersicht.
Vielen Dank an Andrea Bätzig von der TLM, Cornelia Müller vom SSA Ost-Thüringen sowie an die Vertreterinnen und Vertreter der Schulverwaltungsämter, Herrn Dr. Rühling, Frau Schwikal und Frau Schwartze-Schams für den wertvollen Austausch und die Einblicke in ihre Entscheidungsfindung.
Die LEV hat sich zum Thema Handy- und Mediennutzung folgende Position erarbeitet:
Die Landeselternvertretung begrüßt Initiativen, Kinder im digitalen Raum zu schützen. Gleichzeitig sehen wir bei den genannten Alterskontrollen hohen Klärungsbedarf, insbesondere in Bezug auf Praktikabilität und Datenschutz.
Wir halten Lösungen für sinnvoll, die sicherstellen, dass Eltern ihre Kinder schützen können, ohne selbst umfangreiche persönliche Daten preiszugeben.
Der Datenschutz muss bei Schutzmaßnahmen immer mitgedacht werden. Dabei lehnen wir ausdrücklich die biometrische Erfassung von Kindern ab: Bilder von Kindern sollten nicht ins Netz gelangen, da sich daraus leicht nicht lückenlos prüfbare Datensammlungen ergeben, die das Risiko für Privatsphäre und Sicherheit der Kinder erhöhen.
Generell ist es wichtig, die Anbieter in die Pflicht zu nehmen – sowohl Altersbeschränkungen als auch lückenloser Datenschutz sind anbieterseitig umzusetzen.
Verbote allein sind keine Lösung. Sie können allenfalls einen rechtlichen Rahmen schaffen. Zudem wird die Nutzung sozialer Medien kriminalisiert, eine Nutzung unter Aufsicht bzw. eine Begleitung der Kinder bei digitalen Aktivitäten wird erschwert. Ein Verbot verlagert zudem die Problematik gänzlich ins häusliche Umfeld. Der Erfolg der Maßnahme wird also noch mehr vom Elternhaus abhängen.
Darum muss der wichtigste Ansatz in Prävention, Aufklärung und der Stärkung von Kindern liegen. Eltern sollen Partner im digitalen Schutz sein, die Verknüpfung der Endgeräte und das gemeinsame Verwalten von relevanten Apps können dafür ein guter Ausgangspunkt sein.
