Forderungen der LEV Thüringen – damit die Kinder feiern können

Die Ergebnisse des Kinderreports 2026 sind eindeutig: Kinder, Jugendliche und Eltern erwarten kostenlose Bildung, verlässliche Standards und echte Chancengleichheit. Doch selbst innerhalb Thüringens hängen Bildungschancen noch immer massiv vom Wohnort ab.

Während sich Schulen in einzelnen Städten ihre Bewerber aussuchen können, kämpfen viele Regionen mit massivem Lehrermangel, hohem Unterrichtsausfall, fehlender Schulsozialarbeit und unzureichendem Gewaltschutz. Auch die Unterstützung der mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist vielerorts ungenügend.

Es darf nicht sein, dass die Zukunft von Kindern davon abhängt, in welchem Landkreis sie leben. Thüringen braucht endlich verbindliche Standards statt regionaler Zufälle.

Die Landeselternvertretung Thüringen fordert deshalb:

•             eine landesweit gerechte Lehrerzuweisung, damit Brennpunkt- und ländliche Regionen nicht dauerhaft abgehängt werden,

•             verbindliche Mindeststandards gegen Unterrichtsausfall mit transparenten Vertretungskonzepten an allen Schulen,

•             mehr Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und wirksame Gewaltschutzkonzepte an jeder Schule,

•             eine deutliche Priorisierung von Bildung im Landeshaushalt statt weiterer Verschiebungen und Kürzungen,

•             gleiche Bildungs- und Entwicklungschancen für alle Kinder, unabhängig vom Wohnort oder der Finanzkraft einer Kommune.

Bildungsgerechtigkeit darf nicht an Landkreisgrenzen enden. Sicherheit, mentale Gesundheit und faire Chancen dürfen keine Frage der Postleitzahl sein.