Liebe Eltern,

Sehr geehrte Bildungsinteressierte

Die Mitglieder der Landeselternvertretung wünschen den Schülerinnen und Schülern einen guten und sicheren Start ins neue Schuljahr.

Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob unsere Erwartungen nach einer Absicherung des Unterrichts erfüllt werden konnten und wo weiterhin dringender Handlungsbedarf besteht.

Uns ist bewusst, dass es keine vollumfänglichen Lösungen über Nacht geben wird. Erwarten dürfen wir in jedem Fall, dass die Anstrengungen auf politischer Ebene zur Umsetzung der versprochenen Unterrichtsgarantie nicht nachlassen. Die personelle Absicherung der Betreuung in den Schulhorten und damit die Sicherung der Betreuungsqualität sowie die Verbesserung der Qualität des gemeinsamen Unterrichts sind nur zwei der weiteren drängenden Problemfelder, die Politik gemeinsam mit den Mitwirkungsgremien auszugestalten hat.

Unseren Forderungskatalog, den wir anlässlich unseres Aktionstags am 01.06.2017 gemeinsam mit LSV, GEW und tlv präsentiert haben, rufen wir hier nochmals in Erinnerung

https://www.lev-thueringen.de/2017/06/thueringer-schulen-vor-dem-kollaps-21-thesen-fuer-eine-bessere-thueringer-schule/

Mit der kürzlich veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung verstärkt sich der Handlungsdruck weiter und eröffnet weitere Problemfelder

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2017/juli/schueler-boom-zehntausende-zusaetzliche-lehrer-und-klassenraeume-notwendig

Der dort prognostizierte Zuwachs der Schülerzahlen wird auch die Schulträger in einigen Thüringer Regionen vor neue Herausforderungen stellen. In den vergangenen 25 Jahren wurden Beschulungskapazitäten wegen des dramatischen Sinkens der Schülerzahlen permanent abgebaut. Nun stehen Landkreise und Kommunen vor dem Dilemma, dass perspektivisch neue Kapazitäten benötigt werden. Angesichts dieser Herausforderungen sind planerische und haushalterische Weitsicht gefordert. Ob das Landesschulsanierungsprogramm dazu ausreicht, muss die Zukunft zeigen. Besser wäre es, wohl noch eine Schippe draufzulegen.

Schulträger, die sich bereits jetzt in finanziell prekärer Lage befinden, könnten durch das kürzlich aufgelegte Bundesförderprogramm entlastet werden.

Die Empfehlungen der „Kommission Schule“ werden in den kommenden Monaten in einem Werkstattprozess gemeinsam mit Schülern, Lehrern, Schulämtern und Eltern vertieft und auf den Weg gebracht werden. Dazu werden wir Sie in Kürze vertiefter informieren.


Ihre Landeselternvertretung